Dass sich die Parteien auf G geeinigt haben, ist nicht nur Ergebnis politischen Taktierens. Mehr oder weniger bewusst formiert sich die bürgerliche Gesellschaft gegen ein Fantom von links. G pflegt einen demagogischen Antikommunismus, der als Alternative nur den neoliberal formierten Kapitalismus kennt. Warum machen SPD und Grüne mit? Weil sie die Labilität dieses Systems spüren, Angst haben vor Zusammenbruch und Alternativen.
Die Partei der Linken hat nichts begriffen. Zuerst jammert sie, von der Merkel nicht zum Parlando eingeladen worden zu sein, statt das als Qualifikation zu verstehen: Ja wir gehören nicht dazu, wir sind die Dissidenten dieses Systems, wir wollen es nicht verbessern, wir wollen ein anderes. Dass Ihr uns ausstoßt, verdächtigt, misstraut, bespitzelt, das ehrt uns - wir wollen nicht zu Euch gehören. Wir sind nicht wie Ihr. Eure Wohlanständigkeit ist Fassade und Lüge.
Dann versucht es die Linke mit parteiübergreifenden Kandidaten, AntifaKlarsfeld, Armutsbelklager Butterwegge. - Nee, nee. Das Bürgertum soll sein 99%Ergebnis bekommen. Je höher die bürgerliche Zustimmung für Gauck, desto klarer der Riss und die Spaltung in der Gesellschaft.
G ist der geeignete Kandidat für die Bildung einer linken Opposition.
Sonntag, 26. Februar 2012
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