Im Zusammenhang mit den Diskussionen um die angebliche Hatz4-Erhöhung lese ich von einer Statistik der EVS, schaue mir die näher an:
und sehe dort auf Seite 32 Erstaunliches:
Einkommen und Einnahmen sowie Ausgaben privater Haushalte 2008
1.2 nach der sozialen Stellung der Haupteinkommensbezieher und –bezieherinnen
Ausgabefähige Einkommen und Einnahmen
Davon nach der sozialen Stellung der Haupteinkommensbezieher/-innen
Haushalte insgesamt: 2 965
Selbstständige: 4 241
Beamte/Beamtinnen: 4 460
Angestellte: 3 551
Arbeiter/-innen: 3 107
Arbeitslose: 1 213
Nichterwerbstätige: 2 316
Rentner/-innen: 2 150
Pensionäre/Pensionärinnen: 4 385
Jemand, dem ich das erzähle, zweifelt an den Zahlen. Ich weiß auch nicht, ob ich es glauben will. Aber es könnte ja sein und würde diese Gesellschaft und was in ihr vorgeht doch sehr gut erklären. Würde mir erklären, wenn ich herumgehe und die Häuser, die Villen, die Besitztümer, die Läden usw. anschaue – etwas, was ich mir abgewöhnt habe überhaupt noch wahrzunehmen, weil es nicht zu meiner Welt gehört.
Natürlich erscheint angesichts dieser Zahlen das Hartz4Geschachere der Regierung und der Mehrheit der „Bevölkerung“, von denen fast zwei Drittel für Senkung oder Beibehaltung des alten Hartz4Satzes ist, ausgesprochen schäbig, kleinlich und asozial.
Aber ich bleibe dabei: Statt sich um Cents für das oder jenes einzusetzen, sollten die linken Sozialarbeiter sich auf eine anständige Berechnung des zum Leben Notwendigen konzentrieren und diesen Satz dann für alle fordern;
Hartz 4 für alle!