zu
http://www.fr-online.de/kultur/debatte/armut---und-wie-weiter-/-/1473340/5043196/-/index.html
Sicher ist es seltsam, wenn von der EU ein Projekt „Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung 2010“ generiert wird in der Absicht u.a.: „die kollektiven Wahrnehmungen von Armut hinterfragen“. Aber sofort wird – von der „linken“ Mittelschicht - losgeheult: „Verteilungsgerechtigkeit“ würde nicht im Zentrum stehen, sondern die kulturelle Affirmation der Armut. Diese Mittelschicht gibt sich „links“ als sie mit linken Klischees hantiert: „arm“, „reich“, „Verteilungsgerechtigkeit“. Das Projekt der „Verteilungsgerechtigkeit“ anstelle von demokratisch organisierter Arbeit ist das letzte Überbleibsel „linker“ Parteipolitik der Sozialdemokratie. Es ist vermeintlich Politik für die sogenannten Armen, aber ganz und gar nicht Politik der Armen.
Wer betreibt denn die ganzen Armutsprojekte, die HartzIV-Kampagnen, die Tafeln, die Caritasprojekte, die öffentliche Klage über Armut?
Anders: Warum soll „Armut“ – also die Begrenzung des materiellen Verbrauchs auf das Nötige, der ökonomische Umgang mit den vorhandenen Mitteln, so schlimm und furchtbar sein? Wie kann ein Linker, der für Verteilungsgerechtigkeit global und für die Erhaltung von Natur und Erde ist, gegen die sogenannte Armut sein. Jeder der – Kinder ausgenommen – über HartzIV-Satz verbraucht, nimmt seinen „Reichtum“ nicht nur anderen Erdenbürgern weg, er zerstört auch die Zukunft der Erde.
Einer/Eine, der/die glaubt, es könne so weitergehen, bei dem/der ist nicht nur die Gewohnheit stärker als die Intelligenz, er/sie zählt auch nur zu den sich intellektuell gebenden Schaumschlägern.
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