Es wird infolge der Deindustrialisierung Deutschlands und steigender Rationalisierung und Ökonomisierung der industriellen Produktion immer weniger Arbeit geben. Das macht auch die anwachsende Planung- und Verwaltungsarbeit nicht wett. Die Dienstleistungen sind abhängig vom produktiven Einkommen und sind daher nur abhängig davon ausbaubar. Der Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze führt zu einer Spirale nach unten: prekäre Beschäftigungen, Teilzeit usw.
Das BGE würde zwar die Konkurrenz abmildern, aber nicht den Zwang der kapitalistischen Ökonomie immer effektiver, lohnkostensparender zu produzieren. An der Entwicklung des Kapitalismus zur Ausbeutung aller Ressourcen und Zerstörung von nicht kapitalistisch durchorganisierten Bereichen, sei es Natur oder individuelle Spontaneität - würde nichts geändert werden. Wer auf Politik hofft, wird sich täuschen, denn die steckt unter dem Primat von Arbeitsplätzen egal wie. Keynesianer wie die „Nachdenkseiten“ machen sich Illusionen, sie verstehen die Richtung des Kapitalismus nicht. Innerhalb dieses Systems gibt es keinen Primat der Politik.
Ein sozialfürsorglicher Kapitalismus ist die Illusion verwöhnter Mittelschichtkinder. Sie glauben an die Allmacht der Gedanken, der Worte und wissen nichts von der Anstrengung der Arbeit. Das wird doch von den ölangetriebenen Maschinen, den Gastarbeitern, den Arbeitern im Ausland gemacht.
BGE ist eine Forderung aus politischer Not. Der Konsumkapitalismus wird durch eine konsumistische Forderung getoppt. Aber jeder weiß, von Nichts kommt nichts.
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