Montag, 19. Dezember 2011

"Europa trauert um Vaclav Havel"

Wie in Nordkorea wird auch hier geweint – zumindest wollen die Medien hier den Eindruck erwecken. Aber zu Havel muss doch noch was anderes gesagt werden: Freiheit ohne soziale Gerechtigkeit ist gut nur für das Bürgertum, aus dem Havel stammte. Nicht dass seine Jahre im Gefängnis zu rechtfertigen wären, aber sie qualifizieren ihn nicht zu einem demokratischen Politiker. Seine moralisierenden Werke sind bedeutungslos, weil sie gegenüber dem „Kommunismus“ die idiotischste Form des Kapitalismus glorifizieren. Konsequent interessieren ihn nicht die Opfer der kapitalistischen Wende in Tschechien, die extreme Schere zwischen Arm und Reich, tritt er ein für die Irakkriege, für den Krieg in Jugoslawien. Ein bürgerlicher Narziss, der das Glück hatte, nicht die Gelegenheit gehabt zu haben, seine asozialen Fantasien ausleben zu können.

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