Sonntag, 11. November 2012
Überlegung
Hat meine Einstellung - basisdemokratisch, seine Psychologie reflektierend, orientiert an Prinzipien von Gleichheit - irgendeine Chance politisch praktisch zu werden?
Ist ein Überleben nur über ein partielles Bündnis mit bestehenden Institutionen möglich?
Oder sind die Kräfte des Bösen, also die Biologie des Egoismus, des physischen Überlebens, der “Art”-Erhaltung so stark, dass sie jede Idee einer solidarischen mitmenschlichen Gesellschaft und Zukunft zerstören werden?
Oder werden als Ausgleich gegen diese Kräfte immer wieder Ideen erzeugt werden, die meinen entsprechen.
Sind die sozusagen immanent transzendent, in dialektischer Manier in der Natur/Unnatur des Menschen so angelegt. Natur/Unnatur meint, dass der Mensch ein egoistisches Raubtier ist und gleichzeitig vorausdenkend und überindividuell denkend, da sein Bewusstsein etwas von der Gesellschaft erzeugtes ist, auch wenn sein Körper ihn immer in eine egoistische Richtung treiben: der Hunger, das Überleben, der Sex, die Wut, die Selbstliebe usw. - eben, was auch “Sünde” genannt wurde.
Wir haben eine biologische Natur, wir sind theologisch gesprochen in Sünde geboren, ohne diese Natur kein Leben, aber auch keine Erkenntnis - sie baut auf den Bildern der Welt auf und strukturiert sich durch die Begehrlichkeiten und das Verlangen des Körpers. Das Eine ist ohne das Andere nicht denkbar.
Manchmal möchte ich radikale Schnitte machen, das Gute vom Bösen trennen können, die Wahrheit von der Lüge usw. - aber die Abgrenzungen sind schwierig, sie müssten auf etwas Besseres verweisen. Das in Momenten der Wut darüber, was sich hier alles abspielt.
Wie lässt sich aber im Schatten der erfolgreichen Zerstörer von Natur, menschlicher Perspektive, Solidarität überleben?
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