Kritiker von Merkels Sparkurs kommen vor allem von der linkskeynesianischen Seite. Also: Steuern für die Reichen erhöhen, öffentliche Ausgaben steigern. Klar - das Rad der Zirkulation lässt sich schneller und effektiver drehen. Aber welche Richtung soll immer mehr Wachstum haben? Kein Problem, so die Abkömmlinge Brandts wie Müller, politisch ließe sich vieles regulieren. Aber wie glaubhaft sind die Regulierungsvorstellungen dessen, der keine ökologische Krise sieht, ganz abgesehen von einer demokratischen Gesellschaftskrise? Der also alles nur so weiterlaufen will, wie es bist jetzt der Markt bestimmt hat.
Ich nehme als Beispiel Spanien. Innerhalb des letzten Jahres nahm die Zementproduktion um ca. 30 % ab. Was kann diesem Land besseres passieren? Jetzt hat das Land endlich eine Chance, sich Gedanken über Vollbeschäftigung, Stadtplanung, Wohnen, Naturschutz, Verteilung der nationalen Ressourcen zu machen. Stattdessen aber eine fruchtlose Diskussion über pro oder contra Austerität, nicht über sinnvolle und sinnlose Investitionen. Die Arbeitslosen, die sicher eine bessere, wenn nicht sogar überhaupt eine soziale Absicherung bräuchten, verlangen Arbeit, egal ob destruktiv, sinnlos oder nachhaltig. - Ich lese spanische Presse: dort keine Alternative, das übliche Rechts-Links-Geschachere. Die einzige reale Alternative: Juan Manuel Sánchez Gordillo in Marinaleda. Die PSOE vollkommen geistlos.
Ganz absurd die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien. Dort versuchen rechte bürgerliche Nationalisten von ihrer Klassenpolitik - Erwirtschaftung ihrer Profite mit andalusischen Gastarbeitern - , ihrer Unfähigkeit zu wirtschaftlich sozial gerechten Konzepten abzulenken und die sogenannte “linksnationalistische” - ein Widerspruch in sich - ERC macht mit
Auch die Linke hier kann nicht konkret denken.Zahlen statt Gebrauchswerte.Statt im Reichtum das Problem zu sehen, klagt sie über die Armut.
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