Ich lese
Der frühere Bürgermeister von Barcelona, Joan Clos, soll neuer Chef des UN-Programms für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT) werden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, nominierte den 61-jährigen Spanier am Montag für den Posten, wie eine Sprecherin in New York mitteilte. Die UN-Vollversammlung muss der Personalie noch zustimmen. Das vierjährige Mandat beginnt am 18. Oktober.(hier).
Barcelona also ein Modell für die Welt? Überall höre ich nur bewundernde Berichte über Barcelona. Eine zeitlang galt Barcelona als Traum der Linken und manche haben statt Castillan Katalan gelernt.
Gut, die Stadt hat ihren Reiz. Rentnergruppen in Parks. Vielleicht noch Cafes, Bars.
Aber dann ein einziger Alptraum: Autos, Autos, Plattenbauten x-mal schlimmer als im Osten, die Stadt als Konzentrationslager. Übersichtliche endlose Straßen, ideal für den imperialen Blick, Kartätschen und Verkehrsfluss. Fassaden und dahinter Öde. Kulturelle, sportliche Großereignisse für Jetset und Massen, die Massenerlebnisse suchen.
Die Berufung von Joan Clos zeigt das gegenwärtige Menschheitsideal: grandioses Ambiente an Stelle von menschlichen Lebensverhältnissen, es ist wie Letzte Ölung statt wirksamer Medizin.
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