Es ging um die Ölbohrungen. Dabei Röttgen, Sinn, Latif, Rest irrelevant, da argumentationsunfähig. Ab und zu gelingt es Röttgen, zu argumentieren. Sinn hat mit seinen Statements gegen die Gutmenschenmoral offensichtlich viele Anhänger im Publikum. Statt ihn nun aus seiner verschmollten Reserve rauszuholen, zeigt sich die Illner nicht in der Lage, mitzudenken. Ich wundere mich, wie sie so schnell reden kann, ohne dabei zu denken. Offensichtlich ist sie nicht in der Lage, Argumente der Anwesenden zu verstehen, überhaupt in logischen Zusammenhängen zu denken. Sie hat nur ihren Fahrplan mit Schlagworten vor sich, die sie dann immer in die Runde haut. Mehr als die vorgeschriebenen Schlagworte versteht sie nicht.
Immerhin wäre eine Diskussion mit Sinn, dem Mann mit dem Gesichtspullover, diesem Ritter des Neoliberalismus bei Christansen, interessant gewesen. Denn unrealistisch waren seine Argumente nicht. Dass nämlich ein Energiesparen nur die Preise senkt und anderswo in der Welt den Verbrauch steigert. Dass deswegen nur eine globale Vereinbarung die Lösung brächte. Das ist zwar eine billige Ausrede, sich unmoralisch gierig und verschwenderisch zu verhalten, aber gerne hätte man erfahren, wie Sinn das privat handhabt. Doch die flippige Illner erspart ihm das.
Noch wichtiger wäre gewesen, sich mit dieser Finte von Sinn argumentativ auseinanderzusetzen. Denn der Herdentrieb ist das schlagkräftigste Argument und die Linken und Ökologen müssen sich damit auseinandersetzen und können es nicht einfach als amoralisch abtun.
Andererseits wozu sich bemühen? Warum nicht einfach den Laden an die Wand fahren lassen, die Klimakatastrophe kommen lassen? Gewarnt waren sie alle, auch die Jungen, die es ausbaden müssen und sich trotzdem wie die Säue verhalten. Und die ungeborenen Enkel, von denen ein Großteil auch nicht mehr geboren wird, werden eine Welt vorfinden, die in ihren Schwierigkeiten denen der Generationen vor uns nicht unähnlich sein wird. Wir dagegen sind billig davongekommen - freilich mit dem schalen Gefühl am Ende, dass es zu billig und leicht war, unser Leben, - wir eine historische Chance verpasst haben.
Die Illner demonstrierte mit ihrer Talkshow die allgemeine Misere dieser Talkshows. Menschen, Argumente werden vorgeführt, nicht durchdiskutiert. Oft sind es nur unbegründbare Einstellungen, Vorurteile. Gegner werden niedergemacht, persönlich angegriffen. Argumentationen werden durch Interventionen abgebrochen und verunmöglicht. Paradebeispiel dafür war Friedmann, ist Plasberg. In der Regel kann ich diese Sendungen nicht anschauen, mein Erregungsgrad überschreitet die Grenze des mir Erträglichen.
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