Immer wieder startet die öffentlich-rechtliche Propagandamaschine neue Kampagnen. Derzeit sind es die Hilfeaufrufe für Pakistan. Einige Zeit davor war es Jubel für das „Cinema Jenin“. Vorgestern dazu noch ein Jubelbeitrag in Moors ttt. Die medial herrschende Schicht will, dass sie nicht mehr mit den Verbrechen der Nazis in Verbindung gebracht wird. Dafür soll Geld für „Kulturarbeit“ bei den Palästinensern helfen, Israels Unrechtstaat zu stabilisieren. Ist doch nichts so schön, wie Träumen und die Realität vergessen im Kino. Wir Deutschen sind das ja gewohnt. Viele haben sich im Krieg die Schinken der Nazipropaganda reingezogen, viele - und wenn ich müde und fertig bin auch ich -, sitzen heute vor der Kiste und lassen sich von irgendeiner Story ablenken.
Dieses Rezept soll auch in Palästina helfen und die Gedemütigten, Rausgeworfenen und Unterworfenen ihre Geschichte vergessen lassen. Friede soll sein. Die Palästinenser sollen für die Deutschen büßen und ihre Rolle brav mitspielen. Dann wird von Versöhnung gefaselt. Gleichzeitig wird unter der Regie der Amerikaner ein Theater von Friedensverhandlungen inszeniert, in dem nach denen von Oslo neue Lügen vorgeführt werden.
Krieg ist für die Palästinenser keine Option. Bis sie die technischen Voraussetzungen hätten – ich rede jetzt in der zynischen Sprache der Israelfreunde -, den Krieg genauso „effizient“ wie Israel zu führen - Verhältnis der Toten von 1:10 oder 1:100 oder wie beim letzten Gazakrieg 1:150 - würde es vielleicht noch ewig dauern. Eine würdevolle Lösung ist unter gegebenen Verhältnissen nicht möglich. Aber eine weniger würdelose – und das wäre der Boykott dieses „Friedenkinos“.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen